Andacht zum Thema Sommer / Erntedank

Sommer, Sonnenschein und Wärme sind Elemente, die einfach zusammengehören. Wenn jedoch die Temperaturen wie im Sommer 2018 stark ansteigen und dauerhaft einen hohen Pegel halten, während zugleich der Regen lange Zeit ausbleibt, kann diese Hitzeperiode auch schädlich sein.

Unter anderem für die Landwirtschaft, die über diese Dürrezeit und damit verbundene Ernteausfälle klagten. So überraschte es nicht, dass sehr viele Bauern in ihrer Existenz bedroht waren und als Ausgleich Entschädigungen vom Staat forderten. Pro und contra dieser Subventionen seien mal dahingestellt und ein anderes Thema.

Vielleicht denkst du nun: Vielen Dank für diese Information, aber welche Relevanz soll das Ganze für mich haben? Schließlich hatte ich noch nie etwas mit Landwirtschaft zu tun.

  • Zum einen wird durch diese Situation einmal mehr deutlich, wie wir selbst heutzutage in unserer modernen, technischen Welt immer noch abhängig von der Agrarwirtschaft und Ernten sind.
  • Zum anderen können wir dadurch lernen Gott jederzeit zu danken und ihm zu vertrauen: Sowohl in Zeiten einer Dürre wie auch in Zeiten der reichen Ernte.

Dieser sehr wichtige Aspekt wird im langen Kapitel 12 im Lukas Evangelium thematisiert und mit einigen Gleichnissen veranschaulicht. Passenderweise stammen diese aus dem Bereich der Landwirtschaft. Konkret geht in den Versen 13 bis 21 um Habgier und ab 22 bis 34 wiederum um Sorgen.

So benutzt Jesus beim Thema der Habgier eine Geschichte, um aufzuzeigen, dass viel Besitz oder ein großes Vermögen an sich unproblematisch sind. Stattdessen warnt er vor Unzufriedenheit und Undankbarkeit.

Wir können dagegen steuern, indem wir Gott dankbar sind, für das, was er uns zur Verfügung stellt, um dies sorgfältig zu verwalten.

Ab den Versen 22 geht es nicht mehr um Perioden der Fülle, sondern um Zeiten der Not. Genauer gesagt erklärt Jesus hier, warum Sorgen nicht gut sind.

+ Positiv betrachtet bedeutet dies ganz praktisch verantwortungsbewusstes Planen und Arbeiten.

– Falsch hingegen ist es, auf Nöte, Mangel und Fehlschläge nicht nur vorbereitet zu sein, sondern fest davon auszugehen.

Somit wollen wir auch in schwierigen Situationen Gott vertrauen. Dabei gilt das Grundprinzip:

Gott wird alle unsere Bedürfnisse erfüllen.

Nicht aber alle unsere Wünsche.

Das wollen wir besonders beim Erntedankfest bedenken. Aber natürlich ist es darüber hinaus wichtig, jeden Tag dankbar zu sein.