Was gibt es Schöneres in der Dunkelheit, als ein Licht, das einem den
Weg erhellt. Selbst im übertragenen Sinn freuen wir uns über einen
Hoffnungsschimmer. Hauptsache irgendwie raus aus der Dunkelheit, ob
äusserlich oder innerlich.
Unser Vers, ein Zitat aus dem Propheten Jesaja, bietet uns bedeutend
mehr als einen Hoffnungsschimmer oder Kerzenschein. Ein GROSSES Licht
scheint in der Finsternis. HELL strahlt es – auch über uns! Diese Prophetie
wurde erfüllt, als Jesus seinen Aufenthaltsort nach Kapernaum am See
Genezareth verlegt hatte.
Diese Prophetie wird aber auch heute noch jedes Mal erfüllt, wenn Jesus
kommt. Z. B. wenn ein Mensch sein Leben für Jesus öffnet. Wenn ein
Ehepaar Jesus zum Fundament ihrer Beziehung macht. Wenn eine Familie
bekennt, dass Jesus die Basis ihres Familienlebens sein soll. Oder sogar
wenn eine Gemeinde sich erinnert, dass Jesus der Herr ist, nicht nur
theoretisch, sondern ganz praktisch und sie dementsprechend alles daran
setzt, um seinen Auftrag zu erfüllen.
Mit Jesus scheint das Licht hell. Was bedeutet das aber jetzt für uns
heute ganz praktisch?
Wie die Leute damals können wir ganz unterschiedlich auf das Licht
reagieren: Zum Einen können wir die Augen zumachen und so tun, als ob
es immer noch dunkel ist. Zum Anderen können wir uns im Licht sonnen und
einfach nur Nutzniesser der Helligkeit sein, oder wir werden Teil der
Helligkeit und selber Licht.
Dann tragen wir wie Laternen das Licht in uns und leuchten. Nicht so hell
wie Jesus, aber in unserer Art besonders und anziehend für einige
Menschen. Dann erfüllen wir ausserdem die Worte Jesu, der von uns
sagte: „Ihr seid das Licht der Welt“ und „euer Licht soll vor den Menschen
leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und den Vater im Himmel
verherrlichen. (Matth 5,16)“
Konkret könnte das z. B. bei einem Ehepaar so aussehen: Der Mann hilft
seiner Frau bei der Hausarbeit, obwohl er Wichtiges am Computer zu
tun hat. Die Frau vergisst schon vergebene Dinge wirklich und erinnert
ihren Mann nicht mehr daran. Die Möglichkeiten zum Leuchten sind
unendlich. Sei gesegnet.

Jürgen Wolf